Neujahrskonzert - Palestrina Chor Nürnberg
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Neujahrskonzert - Palestrina Chor Nürnberg

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Der aus Pesaro in Italien stammende Gioacchino Rossini komponierte im Jahre 1829 seine letzte Oper „Wilhelm Tell“ und zog sich danach auf dem Gipfel seines Ruhmes vom öffentlichen Leben zurück. Er lebte ab 1855 bei Paris und schrieb dort 1863, im Alter von 71 Jahren, sein nach dem „Stabat Mater“ zweites kirchenmusikalisches Hauptwerk und die schönste Komposition seiner späten Jahre, nämlich die „Petite Messe solennelle“ für Soli, 8-stg. Chor, Klavier und Harmonium. Mit einer solch geringen Instrumentalbesetzung stand Rossini im Widerspruch zum Zeitstil, der wichtige Messen gerne mit riesenhaftem Orchesterapparat monumental ausstattete, man denke nur an Bruckner oder Liszt. Rossini entschloss sich allerdings 1867 zu einer Orchestrierung, um zu verhindern, dass andere Komponisten nach seinem Tode der “kleinen Messe“ durch eine verzerrende Instrumentierung Gewalt antaten. Man spürt heute, dass die ursprüngliche Fassung Rossinis Absichten weit eher entspricht als ihr späteres Derivat. Eine der bemerkenswertesten unter den vielen Begabungen Gioacchino Rossinis war seine Fähigkeit zur Selbstironie. Dass er seine letzte, immerhin etwa 85 Minuten lange feierliche Messe zur „Kleinen“ erklärte, hat denn auch weniger mit ihrer geringen Besetzung zu tun, als vielmehr mit jener Mischung aus Bescheidenheit, Koketterie und Spott, die viele seiner Äußerungen bestimmte. „Lieber Gott“, so steht es im Originalmanuskript, „hier ist sie, die arme kleine Messe. Ist es wirklich heilige Musik (musique sacrée) oder doch verfluchte Musik (sacrée musique)? Ich bin für die Opera buffa geboren, Du weißt es wohl! Ein bisschen Können, ein bisschen Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir das Paradies.“ Das ironische Understatement dieser Sätze freilich sollte von ihren ernsteren Momenten nicht ablenken: der Religiosität, aber auch dem Zweifel. Rossini, dessen epochaler Ruhm sich vornehmlich auf seine 39(!) Opern gründete, glaubte nämlich, gerade diejenige Technik nicht ausreichend zu beherrschen, die als wesentlichster Bestandteil des wahren Kirchenstils galt: die Kunst des Kontrapunkts. Zudem hatten seine vergleichsweise wenigen geistlichen Kompositionen – allen voran das „Stabat Mater“ von 1832/41 – neben der euphorischen Zustimmung, die sie hervorriefen, bisweilen auch Anlass zur erneuten Diskussion der alten Streitfrage gegeben, wie „opernhaft“ ein sakrales Werk denn ausfallen dürfe, ohne seiner Bestimmung zuwiderzulaufen.

Termine für Neujahrskonzert - Palestrina Chor Nürnberg ab 20,00 €

Veranstaltung Datum / Zeit Info Preis
Festliches Neujahrskonzert des Palestrina Chor Nürnberg - Missa Solennelle - zum 150. Todesjahr von Gioacchino Rossini
Nürnberg, Kirche St. Georg Nürnberg
So, 21.01.2018, 16:30 Uhr ab 20,00 € Tickets
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